Die Suevo-Borussia – und die “Pépinière” in Berlin

Piesen Corps Guestphalia et Suevoborussia Marburg Kösener KSCV

Suevo-Borussia hat eine eigene und einzigartige Geschichte. Sie ist das letzte noch existierende Pépinière-Corps.

Also ein Corps, das von seinem Beginn an Teil der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen war.

Dieses Institut bildete sämtliche preußischen Militärärzte aus und wurde im Jahre 1795 gegründet. Man nannte sie zunächst “Pépinière” – also die “Pflanzstätte” für Militärärzte. Sie war eine in Berlin recht bekannte Institution und so wurden die Mitglieder auch scherzhaft “Pfeifhähne” genannt, so wie die Mitglieder des Garde-Füsilier-Regiments wiederum “Maikäfer” genannt wurden. Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch der “Pfeifhahn” im Corpswappen.

Der “Pfeifhahn”

Die militärische Disziplin und stete Eingebundenheit in jene Struktur ließ die Entwicklung der Corps hier etwas verzögern.

Dies wurde 1860 schrittweise nachgeholt. Zunächst u.a. als „Semester-Verein“ gegründet, wurde Suevo-Borussia letztlich 1868 gestiftet.

Ab 1919 – von Hamburg nach Marburg

Piesen Corps Guestphalia et Suevoborussia Marburg Kösener KSCV

Als Auflage des Versailler Vertrages wurde die Akademie 1919 aufgelöst. Suevo-Borussia siedelte somit an die Universität Hamburg über. Hier erwarb sie ihr Hamburger Corpshaus.

An der Akademie bestanden übrigens ausschließlich Corps – insgesamt drei – Suevo-Borussia besteht bis heute.

Die institutionelle Eingebundenheit ist natürlich der Grund dafür, dass das Corps eine sehr große Zahl von Militärärzten aufweist.
Zu ihnen zählen bekannte Personen, wie beispielsweise Emil von Behring und Friedrich Loeffler.

Und so schließt sich dann gewissermaßen der Kreis: Nach dem Zusammenschluss mit Guestphalia lebt das Corps dort weiter, wo eines unserer bekanntesten Mitglieder – der Nobelpreisträger Emil von Behring – seinen Schaffensmittelpunkt fand.

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